Zwang ist Angst.
Angst ist, ein Leben zu leben, das anderen nicht passt

"Nicht weil es schwer ist wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer"
Seneca

Wenn Angst Ihnen das Leben schwer macht
Jeder Mensch hat Angst vor irgendetwas! Sie sind also keineswegs alleine. Angst kann auch positiv sein, sie hält uns nämlich davon ab, unnötige oder zu große Risiken einzugehen – es kommt also darauf an, wovor wir Angst haben, wie groß die Ängste sind und inwieweit sie ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben verhindern.

Angst kann man vor bestimmten Orten oder Situationen (z.B. Reden vor Publikum, Zug fahren, im Stau  oder in einer Warteschlange stehen, großen Plätzen, größeren Höhen, Kaufhäusern, Fahrstühle, Flugzeug), vor bestimmten Dingen (Tieren, Nadeln, Blut) oder vor Menschenansammlungen haben (z.B. im Theater, Restaurant, bei Events). Auch eine übermäßige Angst vor der Zukunft oder vor Krankheit ist nicht selten.

Kontrollverlust macht Angst
Die Ängste, die wir Menschen haben, sind unendlich vielfältig. Sie alle haben gemeinsam, dass diese Situationen, Orte, oder Dinge uns extrem unwohl fühlen lassen. Angst vor Kontrollverlust steigt auf – bis hin zur Panik mit Herzrasen, Schwitzen, Übelkeit uvm. Wenn die Angst uns überwältigt, dann wollen wir nur noch weg und versuchen die angstauslösenden Situationen in Zukunft zu meiden. Im schlimmsten Fall kann die Angst dazu führen, dass wir nicht mehr aus dem Haus gehen.

„Angst essen Seele auf“ dieser Spruch aus Afrika ist leider nur zu wahr. Aber Sie können diese Angst überwinden und wieder frei für Ihr Leben werden!

„Siehst Du einen Riesen, so prüfe ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.“
Mit diesem Ausspruch macht der Dichter Novalis Mut, denn er drückt damit den Kern von Angst aus: wenn auch eine gefühlte große Wirkung so kann die Ursache eher klein und zu bewältigen sein.

Wenn der Zwang Sie fest im Griff hat
Zwänge sind Gedanken, die Sie immer wieder bedrängen oder Rituale, die Sie ständig wiederholen müssen. Obwohl Sie erkennen, dass diese Gedanken oder Handlungen unsinnig sind und Sie das eigentlich nicht wollen, fühlen Sie sich innerlich förmlich gezwungen es zu tun. Denn wenn Sie diese Gedanken nicht immer wieder zulassen oder die Rituale (z.B. das Kontrollieren, Zählen, Waschen, Putzen) nicht ausführen, dann bekommen Sie Angst. Angst davor, dass etwas Schlimmes geschieht. Diese Angst ist so groß, dass Sie sich lieber 100 Mal die Hände waschen obwohl Ihre Haut darunter leidet, unzählige Male überprüfen, ob die Haustür tatsächlich abgeschlossen, dass die Kerzen ausgeblasen, der Herd ausgeschaltet ist. Ein quälender, aussichtsloser Kampf – wie Don Quichote gegen die Windmühlen.

Um diese Zwänge zu verlieren müssen wir die dahinterliegende, eigentliche Angst finden. Wenn diese zugrundeliegende Angst von Ihnen (an)erkannt und bearbeitet wird, werden Ihre Zwänge zusammen mit der Angst verschwinden! Wie Marie Curie, die Nobelpreisträgerin es einmal formulierte:
„Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht.“

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